SSchlemmerkinoFilmische Rezepte zum Nachkochen

Start › Filme A-Z

Film und Serie

Ratatouille: die Rezepte aus dem Film

Kurz gesagt

„Ratatouille“ ist Pixars Film über die Ratte Remy, die in einer Pariser Restaurantküche Koch werden will; er kam 2007 in die Kinos, Regie führte Brad Bird1. Zwei Gerichte tragen die Handlung: eine Suppe, die Remy rettet, und ein geschichtetes Ratatouille, das am Ende den Kritiker Anton Ego überzeugt25.

  • Remys Kartoffel-Lauch-Suppe, die Küchenfassung der Suppe aus der Szene mit Linguini3
  • Das Confit Byaldi, das Thomas Keller für den Film gekocht hat4
  • Ein Menü für den Filmabend, das sich am Vortag vorbereiten lässt

Der Film

Remy ist eine Ratte mit feinem Geschmackssinn, die davon träumt, so ein berühmter Koch zu werden wie ihr Idol Gusteau. Nach Gusteaus Tod ermutigt dessen Geist sie, in einem Pariser Restaurant zu arbeiten; dort versteckt sie sich unter der Kochmütze des Küchenhelfers Linguini und muss ihr Geheimnis vor dem Küchenchef Skinner hüten2. Der Film kam 2007 in die Kinos. Regie führte Brad Bird; als Co-Regisseur ist Jan Pinkava geführt, von dem die Grundidee stammt1. Im Original sprechen Patton Oswalt den Remy, Lou Romano den Linguini, Ian Holm den Skinner und Peter O’Toole den Kritiker Anton Ego1. Die Handlung dreht sich ums Kochen: Gusteaus Motto, dass jeder kochen kann, trägt den Film2. Remy, Linguini und Gusteaus Restaurant sind erfunden; das Ratatouille am Ende hat ein echtes Vorbild, die Suppe ist eine Küchenfassung. Beide Rezepte stehen unten.

Essen im Film

Die Suppe. Der Küchenhelfer Linguini verdirbt einen Topf mit Suppe, Remy rettet sie heimlich mit einer geschickten Mischung aus Gewürzen, die Gäste sind begeistert, und Linguini wird zum Koch befördert3. Wie die Suppe heißt oder was in ihr steckt, nennen die geprüften Filmseiten nicht35. Die Küchenfassung auf dieser Seite stammt aus der alten Schlemmerkino-Sammlung.

Das Ratatouille. Am Ende serviert Remy dem Kritiker Anton Ego ein Ratatouille, und dieser Bissen bringt den Kritiker in seine Kindheit zurück25. Das Gericht, das der Film zeigt, ist kein klassisches französisches Ratatouille, sondern ein Confit Byaldi, eine Gemüsefächer-Variante des Kochs Thomas Keller469. Der Produzent Brad Lewis stellte Keller die Aufgabe, ein elegantes Ratatouille zu entwerfen; der Koch arbeitete mit dem Pixar-Team in seinem Restaurant The French Laundry6. Als er erfuhr, dass das Gericht im Finale vorkommen würde, improvisierte er den kleinen Gemüsehügel in der Tellermitte7. Auch im Studio wurde gekocht: Michael Warch, bei Pixar für Sets und Layout zuständig und mit Kochausbildung, bereitete für die Animatoren Gerichte aus dem Film zu, damit sie sie studieren konnten47.

Der Leitspruch. Gusteaus Motto zieht sich durch den Film: „Jeder kann kochen.“2 Auch die Speisekarte von Gusteaus Restaurant im Film entstand mit Kellers Team4.

Die Rezepte

Remys Kartoffel-Lauch-Suppe aus Ratatouille: das Rezept. Lauch und Kartoffeln in Hühnerbrühe, mit Bouquet garni gekocht, püriert, mit Sahne verfeinert und mit grünem Schnittlauchöl serviert. 25 Minuten Arbeit, 35 Minuten Kochzeit, für 6 Portionen, mit vegetarischer und veganer Fassung.

Ratatouille wie im Film: Remys Confit Byaldi als Rezept. Zucchini, Aubergine, gelbe Zucchini und Tomate in dünnen Scheiben, im Kreis auf einer Paprika-Tomaten-Piperade geschichtet und zweieinhalb Stunden im Ofen gegart. Vegan, vorzubereiten, für 4 Portionen.

Ein Filmabend

Ein Menü, das sich am Vortag zu großen Teilen vorbereiten lässt, damit beim Film niemand in der Küche steht:

  • Vorspeise: die Kartoffel-Lauch-Suppe. Sie schmeckt am zweiten Tag noch besser und lässt sich ohne die Sahne einfrieren. Das Schnittlauchöl am selben Tag ansetzen.
  • Hauptgericht: das Confit Byaldi. Es hält sich abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank und wird kalt serviert oder bei 175 °C aufgewärmt8. Dazu Baguette und ein Glas trockener Weißwein, für Kinder Traubensaftschorle.
  • Dessert: Für diesen Film gibt es hier noch kein eigenes Rezept. Ein Teller mit reifen Birnen und mildem Käse passt zu den beiden Gängen.
  • Zeitplan: Das Confit Byaldi am Vortag backen, am Filmtag nur unter dem Grill bräunen; die Suppe nur erwärmen. Dann ist der Abend vorbereitet8.

Wer Kinder mitschauen lässt: Beide Gerichte kommen ohne Alkohol aus, die Suppe ist mild, und das Confit Byaldi lässt sich als bunte Gemüsespirale gut mit den Kindern schichten. Das Schneiden der dünnen Scheiben übernimmt besser ein Erwachsener, am besten mit einem Gemüsehobel.

Den Film gibt es auf DVD und Blu-ray und bei Streaming-Diensten wie Disney+, solange er dort im Angebot ist.

Häufige Fragen

Was bedeutet der Titel Ratatouille?

Ratatouille ist ein Gemüsegericht mit Tomaten, Aubergine, Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Kräutern6. Im Film ist es das Gericht, mit dem Remy den Kritiker überzeugt2.

Wer hat das Ratatouille für den Film entwickelt?

Der Koch Thomas Keller bereitete die geschichtete Fassung für die Filmemacher zu, das Confit Byaldi46. Er war Food Consultant des Films9.

Gibt es Remys Suppe wirklich?

Die Suppe ist eine Erfindung des Films. Die Filmseiten nennen sie nicht beim Namen35. Die Küchenfassung auf dieser Seite stammt aus der alten Schlemmerkino-Sammlung, wo sie unter dem Namen von Michael Warch lief10; eine Veröffentlichung von Pixar oder Disney dazu haben wir nicht gefunden.

Ist der Film für Kinder geeignet?

Der Film ist ab 0 Jahren freigegeben3. Die beiden Gerichte sind ohne Alkohol und für Kinder geeignet.

Ist das Confit Byaldi vegan?

Ja. Es besteht aus Gemüse, Olivenöl, Essig und Kräutern. Die Kartoffel-Lauch-Suppe wird mit pflanzlicher Brühe und pflanzlicher Kochcreme ebenfalls vegan.

Quellen

  1. D23 (Disney): „Ratatouille (film)“ (US-Start 29.06.2007, Regie Brad Bird, Co-Regisseur Jan Pinkava, Sprecher), https://d23.com/a-to-z/ratatouille-film/ (abgerufen 2026-10-31)
  2. kino.de: „Ratatouille“ (Handlung, Anton Ego, Ratatouille als Erinnerung an die Kindheit, Gusteaus Motto), https://www.kino.de/film/ratatouille-2007/ (abgerufen 2026-10-31)
  3. Filmstarts.de: „Ratatouille“ (Kinostart 03.10.2007, FSK ab 0, Suppenszene), https://www.filmstarts.de/kritiken/46211.html (abgerufen 2026-10-31)
  4. Press Democrat: „Thanks to chef Thomas Keller’s coaching, trips to Paris, Pixar film gets it all right“ (15.06.2007), https://www.pressdemocrat.com/2007/06/15/thanks-to-chef-thomas-kellers-coaching-trips-to-paris-pixar-film-gets-it-all-right/ (abgerufen 2026-10-31)
  5. The Globe and Mail: „The rat stuff“ (Filmkritik: Suppe und Ratatouille), https://www.theglobeandmail.com/arts/the-rat-stuff/article20405108 (abgerufen 2026-10-31)
  6. Chowhound: Artikel über Thomas Keller und das Ratatouille im Film (Brad Lewis, Michel Guérard), https://www.chowhound.com/1763062/thomas-keller-ratatouille-movie (abgerufen 2026-10-31)
  7. Film Experience Blog: „Unsung Heroes: The Chefs of Ratatouille“ (Oktober 2010), http://filmexperience.blogspot.com/2010/10/unsung-heroes-chefs-of-ratatouille.html (abgerufen 2026-10-31)
  8. Schlemmerkino.de (2008): „Remys Ratatouille (Confit Byaldi)“, Rezept mit Quellenangabe Thomas Keller, http://schlemmerkino.de/Ratatouille,rezept,-,124 (Archivfassung dieser Website, abgerufen 2026-10-31)
  9. The Splendid Table: „Confit Byaldi“ (Andrew Rea, aus „Eat What You Watch“, 2017; Keller als Food Consultant), https://www.splendidtable.org/recipes/confit-byaldi (abgerufen 2026-10-31)
  10. Schlemmerkino.de (2008): „Remys Kartoffel-Lauch-Suppe“, Rezept mit Quellenangabe Michael Warch, http://schlemmerkino.de/Ratatouille,rezept,-,123 (Archivfassung dieser Website, abgerufen 2026-10-31)

Die Rezepte als Karten